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Meine wichtigsten Erkenntnisse aus meinem ersten Jahr Sketchnotes-Tagebuch

meine geliebten visuellen Sketchnotes-Tagebücher

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich mein Sketchnotes-Tagebuch begonnen, spontan während meines Sommerurlaubs 2017. Was waren meine Beweggründe, ein visuelles Tagebuch zu führen (anstatt einfach Text zu schreiben)? Wie hat sich mein Sketchnotes-Tagebuch im Laufe des letzten Jahres verändert? Was habe ich aus diesem Visualisierungsprojekt gelernt? Und wie geht es weiter? Dies alles beantworte ich in diesem Blogpost.

Wie fing ich mit Sketchnotes-Tagebuch an?

Ich dokumentiere schon seit über 10 Jahren eigene Erlebnisse in Form von Zeichnungen. Warum zeichnen? Ich zeichne, also bin ich. So könnte ich meinen sehr ausgeprägten Zeichendrang wohl benennen. Wenn ich einen Tag nicht zeichne, fehlt mir etwas. Zeichnungen sind für mich das erste bewusste Ausdrucksmittel. Als Inspirationsquelle habe ich eigene Erlebnisse gewählt. Sie sind für mich der direkteste und einfachste Weg, um an Geschichten heranzukommen. Dazu kommt, dass ich Geschichten aus dem Alltag richtig spannend finde. 

Seitdem ich Mutter bin (seit 8 Jahren), hat sich meine verfügbare Zeit für freie Zeichnungen drastisch verkürzt. Die Illustrationen wurden über die Jahre immer weniger und ich unzufriedener. Ich brauchte ein neues Tool, womit ich meine Geschichten erzählen konnte mit mehr zeitlicher Flexibilität. Für meinen Freigeist war es mir wichtig, ein freies Projekt ohne Kunden aufrecht zu erhalten. Ich suchte also nach einer schönen anschaulichen Möglichkeit, meine Erinnerungen mit Spaß, schnell und einfach zu dokumentieren.

Zurück zum Sommerurlaub 2017: abends wollte ich lieber meine Zeit mit Freunden und der Familie verbringen als mich von der Gruppe abseilen, um alleine zu zeichnen. Meditative Momente für ausgefeilte Illustrationen hatten keinen Platz mehr. Um meinen Zeichendrang zu befriedigen, schnappte ich mir das A3-Papier, das im Hause meiner Schwiegereltern als Zeichenpapier für die Kinder zur Verfügung stand (aber nicht benutzt wurde). Anstatt wie vorher ein ganzes Blatt pro Bild zu füllen, nahm ein Bild jetzt nur einen kleinen Teil des Blattes ein. Anders war auch, dass ich diesmal Text hinzuschrieb, der sehr kurz gehalten und umgangssprachlich formuliert war. Jeden Tag wuchsen die Bild-Text-Kombinationen ein bisschen mehr zu einem Gesamtbild heran. Bilder und Texte entstanden im selben Tempo, wurden gleichermaßen notizenhaft und alles konzentrierte sich auf das Wesentliche. So entstand also mein Sketchnotes-Tagebuch. Hier ein Blick auf Seite 0, die im Sommerurlaub 2017 entstand:

 Urlaubssketchnotes

Und wie sehen meine Sketchnotes heute aus?

Simone Fass' Tagebuch-Sketchnotes

Dies ist der Eintrag meines visualisierten Tagebuchs, den ich genau ein Jahr nach der Seite 0 im August 2018 zeichnete. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Ich zeige Euch hier eine Übersicht der wichtigsten Seiten, die zwischen Sommer 2017 und Sommer 2018 entstanden sind in chronologischer Reihenfolge.

visualisierte Reise-Sketchnotes

August 2017

visualisierte Reise-Sketchnotes

September 2017

visualisierte Reise-Sketchnotes

November 2017

Ende August 2017

Dezember 2017

Ende August 2017

Weihnachten 2017

visualisiertes Sketchnortes-Tagebuch

Januar 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Januar 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Februar 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Februar 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

März 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

März 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Mai/Juni 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Juni 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Juli 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Juli 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

Juli 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

August 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

August 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

August 2018

visualisiertes Sketchnotes-Tagebuch

August 2018

Wahrscheinlich ist es meiner Neugierde und Experimentierfreude geschuldet, dass ich in diesem Projekt ein weitaus höheres Potenzial sah als « nur » meine Erlebnisse zu dokumentieren. Der Auslöser war die Änderung des Papierformats. Nach dem Urlaub 2017 waren die A3-Blätter vollgeschrieben. Ich hatte noch etliche leere Skizzenbücher im Regal stehen. Außerdem haben sich die losen Blätter als sehr unpraktisch herausgestellt für den Transport. Ich brauchte also etwas Gebundenes und entschied mich für ein sehr langes schmales Skizzenbuch, das mir am schwierigsten zu befüllen schien. Diese Herausforderung reizte mich.

Das Format war anders, warum also nicht auch andere Parameter ändern? Ich fing so an, mit grafischen Elementen herumzuspielen, ohne zuerst zu wissen warum und wohin ich damit wollte.

Welche grafischen Parameter gibt es überhaupt?

Hier eine kleine Aufzählung der grafischen Elemente in Sketchnotes, die veränderbar sind.

Das Werkzeug

Stift

  • Stiftart
  • Pinselspitzendicke
  • Verbrauchsgrad
  • Farbe

Papier

  • Grammatur
  • Oberfläche
  • Format
  • Bindung

Sketchnotes

Schrift

  • Buchstabengröße und -breite
  • Groß- oder Kleinbuchstaben
  • kursiv oder normal
  • Laufweite
  • Zeilenabstand
  • links- oder rechtsbündig, mittig
  • Betonungen im Text
  • Druckbuchstaben oder Schreibschrift
  • x-Höhe
  • Zusatzelemente
  • mit oder ohne Serifen
  • Winkel

Bilder

  • Bildkomplexität (z. B. Symbol oder Illustration)
  • Bildinhalt (z. B. Personen, Gegenstände, Abstraktes)
  • Bildstil

Layout

  • Trennelemente
  • Reihenfolge des Schreibens (Bild oder Text zuerst)
  • Leserichtung
  • Beziehung der Elemente zueinander
  • Gesamtanordnung
  • Abstand zwischen Elementen
  • Weißraum

Das habe ich durch mein Sketchnotes-Tagebuch gelernt

Es hat sich gelohnt, an meinem Sketchnotes-Tagebuch dranzubleiben. Neben Spaß hat es mir auch viele neue Erkenntnisse geschenkt, die ich auch auf meine « großen » Visualisierungen – die Graphic Recordings – übertragen kann. Hier fasse ich dir meine wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Eine Mischung aus Planung und Improvisation

Ich habe im Laufe der letzen Jahre meiner Illustratorintätigkeit immer mehr gemerkt, dass ich eine ganze schlechte Doodlerin bin. Doodlen heißt wörtlich übersetzt « kritzeln ». Man könnte es auch als « irgendwie herummalen » übersetzen, d. h. Zeichnen des Zeichnens wegen. Zum Beispiel das Herumkritzeln während eines langweiligen Meetings, um sich irgendwie zu beschäftigen. Oder positiv ausgedrückt: sich freizeichnen von Blockaden. Doodlen hat in der Tat auch einen deblockierenden und inspirierenden Effekt.

Ich aber bin keine « Kritzlerin », ich brauche einen äußeren Sinn für meine Zeichnungen. Dafür definiere ich mir vor jeder Sketchnotes-Seite zuerst mein WARUM. Warum möchte ich diese Sketchnotes zeichnen? In meinem Fall ist es der Wunsch, eine bestimmte grafische Gestaltung auszuprobieren. Wenn man es auf andere Sketchnotes überträgt, könnte man sich fragen:

Welchen Zweck sollen die Sketchnotes erfüllen?
Sollen sie zum Beispiel mir oder anderen dabei helfen, Informationen besser zu behalten?
Oder möchte ich sie mir vielleicht einfach als schöne Dekoration in die Küche hängen?
Oder möchte ich einfach eine schöne Geschichte erzählen und sie dann abheften?
Entstehen die Sketchnotes live zu einer Veranstaltung oder davon unabhängig und evtl. zu anderen Input-Quellen?
In welchem Kontext werden die Sketchnotes gelesen? Nur auf dem Bildschirm oder ausgedruckt?

Wenn die Sketchnotes nicht nur für dich selber bestimmt sind, solltest du dir auch die Frage stellen, WER deine Sketchnotes lesen wird. Wie vertraut sind die Leser mit dem neuen Wissen? Waren sie z. B. auch auf der Veranstaltung, die du visualisiert hast? Wenn ja, kennen sie schon den Ablauf und du musst ihn in den Sketchnotes nicht stark hervorheben. Zudem solltest du die Lesegewohnheiten Deiner Leserschaft ungefähr kennen. Welche Bücher lesen sie? Welche grafische Literatur sind sie gewohnt?

Wenn ich diese Fragen beantwortet habe, bestimme ich die grafischen Parameter, die ich weiter oben im Text schon vorgestellt habe.

Der Rahmen ist nun festgelegt. Es bleibt nun noch ein Teil, der nicht planbar ist. Und das ist gut so! Zum Beispiel die Wirkung der Text- und Bildeinheiten untereinander. Du kannst nicht voraussagen, welche Bilder du zeichnen wirst. Je nachdem, welche Motive du findest, wirst du spontan auf sie in der folgenden Gestaltung reagieren.

Das Improvisierte gibt den Sketchnotes Lebendigkeit und Persönlichkeit. Deswegen braucht niemand sich davor zu scheuen. Im Gegenteil: zeige deine Persönlichkeit! Ich gebe zu, dass es eine Frage der Übung ist, sich auf das Unvorhergesehene einzulassen. Aber ich kann Euch versichern: die Geschichten und Bilder, die spontan entstehen, sind meist die expressivsten und schönsten.

Die Führung der Augen

Die Augen mögen es, wenn ihnen gezeigt wird, wo sie anfangen müssen zu lesen. Ihnen sollte also von Anfang an klar sein, auf welche Leserichtung sie sich einlassen. Gibt es nur eine Leserichtung? Wenn ja, sollte diese deutlich markiert sein. Wenn nein, sollte das Layout « offener » sein. Je mehr man den Augen diese Entscheidung abnimmt, desto entspannter und konzentrierter sind sie für das Wichtigste, nämlich den Inhalt.

Es gibt die fliegenden Lesenden, die sich gerne einen Überblick verschaffen und sich an der Gesamtheit des Bildes erfreuen, aber nicht unbedingt den Text lesen. Und es gibt es die tauchenden Lesenden, welche die Sketchnotes von Anfang bis Ende durchlesen. Außerdem gibt es die springenden Lesenden, welche nur die Textstellen lesen, die sie am meisten interessieren. Alle Typen können sich auch miteinander mischen und sollten deswegen gleichberechtigt durch die Gestaltung abgeholt werden. Wie?

Für die fliegenden Lesenden:

  • eine gut gestaltete Überschrift mit ggf. Titelbild
  • eine ausgewogene Verteilung aller Bildelemente auf dem Blatt – für ein schönes Gesamtbild
  • einheitliche Gestaltung der grafischen Elemente (z. B. die Überschriften immer gleich) – die Regelmäßigkeit trägt auch viel zum ästhetischen Gesamteindruck bei
  • dekorative Elemente – geben dem Blatt einen persönlichen Reiz und können, wenn sie überlegt eingesetzt werden, auch als Blickfang dienen.

Für die tauchenden Lesenden:

  • gut leserliche Schrift
  • klare Vorgabe der Leserichtung – z. B. durch ein klares Layout mit Leserichtung von links nach rechts und von oben nach unten
  • Bilder, die zum Inhalt passen, den Text sinnvoll ergänzen und Stimmungen transportieren. Die Lesenden sollen Lust bekommen, sich die Bilder länger anzuschauen. Die Wahl der Bilder ist sehr vielseitig umsetzbar. Es gibt unendlich viele visuelle Sprachen. Grundsätzlich hängt die Wahl der Bildsprache vom Ziel der Sketchnotes ab. Ist es wichtig, Menschen und ihre Geschichten darzustellen? Dann zeichnest du Figuren. Geht es aber eher um Zahlen und Fakten, sind Zahlen und Symbole eventuell besser geeignet. Natürlich kannst du Bildsprachen auch mischen. Es sollte aber einen dominierenden Bildtonus geben.

Für die springenden Lesenden:

  • Das Zauberwort lautet « Priorisierung ». Gute Hervorhebung der Überschriften und visuelle Anker unterstützen die Markierung der wichtigtsten Infos – so wissen die springenden Leser, wo es sich lohnt hinzuspringen.
  • sichtbare Trennung zwischen verschiedenen Informationen
  • Markierungen der Schlüsselwörter im Text – so kann der Inhalt auf einen Blick erfassbar sein

Rhythmus ist alles

Rhythmus ist der Herzschlag der Sketchnotes. Ein gleichmäßiger Rhythmus ist schön und angenehm. So auch für die visuellen Notizen. Er macht sie « rund » und hält sie zusammen.

Unter « Rhythmus » verstehe ich zwei verschiedene Dinge:

  1. meinen persönlichen Rhythmus: Wie schnell zeichne ich? Welchen Rhythmus hat mein persönlicher Zeichenstil?
  2. objektiven « messbaren » Rhythmus: entsteht z. B. durch z. B. Abstände und Layout

Mein persönlicher Rhythmus als Comfort-Zone

Ich habe mich durch mein Sketchnotes-Tagebuch ein Stückchen besser kennengelernt. Nun kenne ich meine Vorlieben und Geschmäcke besser. Ich habe meine grafische Comfort-Zone gefunden. :-) Ich weiß nun, in welchen Bildsprachen ich mich am wohlsten fühle und welche Infos ich brauche, um sie herzustellen. Ich kenne meine Lieblingsinhalte und weiß, wie ich sie spontan gestalten kann.
Ich weiß aber auch, welche Herausforderungen mich außerhalb meiner Comfort-Zone katapultieren und habe Lösungen dafür gefunden, wie ich damit umgehen kann.

Allein deswegen lohnt es sich schon, regelmäßig und kundenunabhängig zu sketchnoten. :-)

Objektiver Rhythmus

Objektiv betrachtet gibt es mehrere Faktoren, die zu einem regelmäßigen stabilen Rhythmus beitragen. Zum Beispiel:

  • grafische Einheitlichkeit: Elemente mit der gleichen Funktion sollten immer gleich behandelt werden im Verhältnis zum Rest. Zum Beispiel: alle Überschriften sind in Blockbuchstaben, der Fließtext ist immer in Schreibschrift. Oder alle Bilder sind farbig, der Text immer schwarz. Wichtig ist, dass du dein Gestaltungssystem KONSEQUENT durchziehst.
  • Weißraum: der Weißraum ist der Gegenpol zur Schwärzung des Papiers. Die Augen brauchen diesen neutralen Raum zur « Erholung ». Deswegen: nutze Weißraum bewusst als Gestaltungselement.
  • Immer gleicher Abstand: genauso wie du ein System für die grafischen Elemente entwickelst, sollte auch der Abstand zwischen den Elementen kalkuliert und regelmäßig sein. Zum Beispiel immer der gleiche Abstand zwischen Überschriften und Fließtext, Sinneinheiten, Bild und Text usw..
  • eine kohärente visuelle « Sprache »: alle Gestaltungselemente, die ich weiter oben genannt habe, lassen sich unendlich variieren und miteinander kombinieren. Daraus und aus deinem persönlichem Stil entsteht eine Sprache, die « krakelig », « vornehm », « elegant », « modern », « wissenschaftlich », « humorvoll », « energiegeladen » und noch vieles mehr sein kann. Die Kunst besteht darin, eine gute Kombination zu finden, die zu Dir und zum Thema passt.

Nicht alle diese Empfehlungen müssen eingehalten werden, um einen schönen Rhythmus zu bekommen. Es ist auch möglich, nur einen Teil davon umzusetzen und den Rest flexibler anzugehen. Wichtig dabei: die regelmäßigen und wiederkehrenden Elemente müssen gut sichtbar sein.

Einfach mal stehen lassen – mein Umgang mit « Fehlern »

In meinen Flipchart-Workshops rate ich meinen Teilnehmenden immer, sich zur Übung ein Notizbuch zuzulegen. Die Betonung liegt dabei auf Buch. Ich finde es wichtig, in Büchern zeichnen und visualisieren zu üben, weil man die Seiten nicht wegschmeißen kann. Solange wir die Möglichkeit haben, angeblich misslungene Seiten zu entsorgen, tun wir es auch. Ein Buch hindert uns daran. In einem Buch gibt es gezwungenermaßen immer eine Dramaturgie, einen Ablauf. Wenn du alle Seiten einfach stehen lässt, wirst du am Ende sehen, wie du dich weiterentwickelt hast. Und das hast du ganz sicher! So machst du deine Weiterentwicklung sichtbar und es wird dich mutiger machen.

So erging es auch mir. Es gibt genug Seiten in meinem visuellen Tagebuch, mit denen ich nicht zufrieden bin. Ich zwang mich aber, sie trotzdem fertig zu zeichnen und nochmal im Ganzen zu betrachten. Warum funktioniert die Seite nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte? Was kann ich daraus für meine nächsten Seiten für Schlüsse ziehen?

Die Sketchnotes leben von der Spontanität des Striches. Nur wenn ich die Erfahrung gemacht habe, wie ich mit « Fehlern » produktiv umgehe, kann ich wirklich spontan in situ auf sie reagieren. Ich werde weniger Angst vor ihnen haben und Vertrauen in mein kreatives Potenzial gewinnen.

Zugegeben, es ist schon eine Überwindung, die Seiten, welche ich weniger gelungen finde, trotzdem meiner Community zu zeigen. Aber lang- und mittelfristig gesehen lohnt es sich auf jeden Fall!

Hier sind zwei Seiten, die ich aus verschiedenen Gründen weniger gelungen finde:

visuelle Tagebuch-Sketchnotes

Januar 2018

visuelleTagebuch-Sketchnotes

Februar 2018

Wie geht es weiter?

Ich werde mein Experiment fortführen und schauen, auf welche Reise es mich schickt. :-)

Außerdem biete ich nun einen offenen Kurs zum Thema « Einstieg in Reise-Sketchnotes ». Der Workshop ist dafür da zu zeigen, wie viel Spaß es macht, seinen eigenen Geschichten freien Lauf zu lassen und Dir Mut zu machen, einfach mal anzufangen. Wenn Du gerne lernen möchtest, Deine eigenen visuellen Geschichten zu erzählen, sei als Urlaubserinnerung, als Alltagsdokumentation oder für deinen Job, dann ist der Kurs genau das Richtige für Dich! Hier erfährst Du mehr darüber.

Résumée

Ein Jahr konsequentes Sketchnotes-Tagebuch Führen haben mich sensibilisiert für die visuellen Werkzeuge, die für Sketchnotes zur Verfügung stehen. Ich kann nun leichter und mit mehr von ihnen jonglieren. Mein Bewusstsein für den Raum « Papier » hat sich geweitet. Ich freue mich, dieses Experiment weiterzuführen und lasse mich gern auf das Ungewisse ein.

Meine liebsten Infodesign-Projekte 2017

Letztes Jahr hat sich bei mir viel bewegt und konkretisiert. Im ersten Teil meiner Review fasse ich meine wichtigsten Designprojekte zusammen.

Gefühlskarten beim BELTZ-Verlag

Ressourcenkartenfür Paare beim BELTZ-Verlag erschienen

2017 war es endlich soweit. Ich bekam meinen ersten Auftrag für einen Verlag – und gleich mit einem eigenen Projekt, den Gefühlskarten. 5 Jahre zuvor schon hatte ich 30 Karten zusammen mit Oliver Wolf aus der Praxis calaidoskop konzipiert. Er brauchte sie für seine Arbeit mit behinderten Menschen. 2017 erweiterten wir das Set auf Wunsch des Verlags auf 60 Karten und fügten therapeutische Aufgaben hinzu. Seit August kann man die Karten offiziell erwerben.

Sprachposter

Sprachposter zu Ortadverien der Sprache Maluku für das Linguistik Institut der Uni Leipzig

Es gibt Projekte, die macht man für’s Geld; und es gibt Projekte, die macht man aus Überzeugung und mit Herz. Das Sprachposter für das Linguistik-Institut Leipzig gehörte dazu. Der Auftrag war schlecht bezahlt, verband aber perfekt meine Interessen UND ich hatte alle gestalterischen Freiheiten. Die Herausforderung war, Ortsadverbien der Sprache Maleku zu erklären, also Grammatik verständlich zu machen. Für Schüler verschiedener Altersstufen. Du weißt sicher, wie schwierig es ist, sich in die Logik einer Sprache hineinzudenken. Mich reizte, die Abstraktheit der Grammatik mit etwas Konkretem erfahrbar zu machen. Wie kann man dies nicht besser erreichen, als sich visuell an den Ort zu begeben, an dem die Sprache gesprochen wird, und zwar in den costa-ricanischen Dschungel. Wörter wie „über“, „hinter“ und „neben“ lassen sich hervorragend in realistischen Situationen visualisieren. Zum Beispiel „Es sind Bäume hinter dem Haus.“.
Das Poster hängt nun in costa-ricanischen Klassenzimmern und hilft den Schülern, Maleku besser zu verstehen.

Leichte-Sprache-Bilder für die Bundeszentrale für politische Bildung

Leichte-Sprache-Bilder für die Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung kam mit folgendem Problem auf mich zu. Die Illustrationen, die bisher im Leichte-Sprache-Abschnitt der Zeitung „Das Parlament“ erschienen, waren aus ihrer Sicht

  • zu kindlich
  • unpassend zum Thema
  • zu allgemein
  • und diskriminierend.

Gesucht wurde außerdem eine größere Vielfalt in der Darstellungsweise der Bilder. Mein Auftrag bestand also darin, politische Begriffe in Leichte Bilder zu übersetzen – in verschiedenen Bildsprachen. Besonders herausfordernd, da es die entsprechenden Leichte-Sprache-Texte zum größten Teil noch gar nicht gab. Ich musste sie also selber schreiben.

Entstanden sind 40 Illustrationen in 6 verschiedenen Bildsprachen. Die Bildsprachen variieren in Komplexität, Stil und Motivtyp. Oder anders gesagt: es geht von skizzenhaft bis farbig-ausgearbeitete Illustrationen. Jede Bildsprache hat ihr eigenes Potenzial, um Dinge zu erklären. Es war sehr spannend herauszufinden, welche Bildsprache für welche Bildinhalte geeignet ist und welch eher nicht. Die Bundeszentrale möchte mit dieser Diversität andere Menschen dazu anregen, eigene Bilder zu erstellen. Ich bin stolz, dazu beigetragen zu haben.

Info-Broschüre für Migranten

Elternbroschüre "KiTa" für Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa e.V.) gestaltet von Simone Fass

Viele Migranten, die neu in Deutschland ankommen, sagen, dass sie von der Informationsflut überwältigt sind. Um sich zu integrieren, bekommen sie zu viel theoretisches Material und keine Hinweise auf die wichtigsten Informationen. Entweder sie sind ehrgeizig genug und arbeiten sich da durch, oder sie lassen es sein. ODER: sie haben Kontakt zum Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa e.V.). Diese Organisation setzt sich für den interkulturellen Austausch und Integration in Sachsen-Anhalt ein. Sie gibt den Migranten die nötigen Informationen gebündelt und geordnet.

Wie z. B. die Elternbroschüren über KiTa und Schule, welche ich gestalten durfte. Die Aufgabe war, einen niedrigschwelligen Zugang zu Infos zu schaffen, damit diese sicher ankommen. Konkret hieß das: 6 Sprachen im klaren Stil formuliert, eindeutige Kapitelstruktur, Verständnis förderndes Layout und Typografie und Bilder, die die Kernaussagen klar transportieren.

Die Broschüre über Schule entstand zuerst. In der KiTa-Broschüre habe ich die Illustrationen noch mehr weiterentwickelt. Wichtig für die Bilder war vor allem eine diskriminierungsarme Darstellung, die Vielfalt zeigt und Inhalte auf den Punkt bringt. Hier könnt Ih

Grafiken für Schulbücher

Meine Reise in die Verlagswelt ging Ende 2017 weiter. Der Klett-Verlag beauftragte mich mit Grafiken für ein Schulbuch. Wie diese Reise weitergeht, erfahrt Ihr in den nächsten Monaten.

Wenn Dir meine Arbeiten gefallen, kannst Du Dir auch gern mein komplettes Portfolio anschauen.

Im nächsten Teil erzähle ich Euch meine Entwicklung im Graphic Recording und wie sich das auf meinen Stil und mein Angebot ausgewirkt hat.

 

 

 

 

Collage videos

school-of-life

The School of Life: Great educational videos made with collage technique.

Hybride Fernsehreportage

Hybride fernsehreportage auf ARTE: Illustration und reale Fernsehbilder

»Ein neues Format für das deutsche Fernsehen haben der Berliner Illustrator Bo Soremsky und der Strassburger Auslandsreporter Michael Unger geschaffen. In einer Mischung aus realen Fernsehbildern und animierten Zeichnungen erzählen sie die Geschichte eines Alptraumes: Ilakaka – ein Ort im Süden Madagaskars, wo tausende armer Menschen im Bann der Saphire leben: Dort, im heissen Herzen Madagaskars schürfen Männer, Frauen und Kinder in der roten Erde nach Gestein, das ihnen einmal ein besseres Leben ermöglichen soll.« Weiterlesen hier (Melton Prior Institut, Artikel vom 6.4.2015)

Illus für Präsi: Science Slam Freiburg 2012

Tolles Beispiel, wie Bilder eine Präsentation « aufpeppen » zu einem relativ schwer « verdaulichen » Thema :-) Storytelling klappt hier übrigens auch ganz wunderbar.

Neuste Arbeit: Logo & Illustrationen

Zu sehen auf http://bit.ly/1yr5Sqo.

Logo und Illustrationen für Anwaltsschule Pre-Barreau in Paris

Wettbewerb American Illustration

Die Deadline für den Wettbewerb American Illustration geht noch bis zum 21. Februar. Eine Übersicht über die Illustrationen, die in Amerika veröffentlicht werden im Bereich Zeitung/Zeitschrift.

Spielend Sprachen lernen

Das polnische Studio Hipopotam hat das Interface Ba Ba Dum entwickelt, mit dem man autodidaktisch Sprachen lernen kann. Die Lernmethode verbindet Zuhören, Lesen, Beobachten und das Wiederholen von Wörtern und einfachen Sätzen. Das Interface besteht aus 5 HTML-Spielen, mit denen man die Grundlagen von 9 Sprachen lernen kann. Es gibt mehr als 1500 Illustrationen und ein minimalistisches Design, das die Aufmerksamkeit auf den Inhalt konzentriert.

Japanisches Graphik Design

GURAFIKU: Wunderschöne Sammlung von Beispielen des Japanischen Graphik Designs und Illustration

David Bowie Infographik

Ungewöhnliche Infographik zu David Bowies Aufenthalt in Russland. Die Animationen sind meiner Meinung nach zu viel, ansonsten schön gezeichnet und in Szene gesetzt.