Meine Marke nimmt Gestalt an – Review 2017 Teil 3

Im ersten und zweiten Teil meiner Review sprach ich über meine liebsten Infodesignprojekte und Graphic Facilitation. Hier kommt der letzte Teil, in dem ich Euch über die Entwicklung meiner Marke und mein Selbstverständnis erzähle. Mit „Marke“ meine ich nämlich nicht nur, dass ich „Visuelle Übersetzerin“ als Wortmarke habe eintragen lassen. Bis es Ende 2017 dazu kam, mussten sich zuerst ein paar Dinge entwickeln.

Mein Name « Visuelle Übersetzerin »

Anfang 2017 besuchte ich die zwei großen Bildungsmessen Learntec und Didacta. Dort fing ich das erste Mal an, mich konsequent als Visuelle Übersetzerin vorzustellen. Wie haben die Leute reagiert? Sie verstanden sofort, worum es ging oder wurden neugierig und fragten nach. Ich merkte, dass diese Bezeichnung einen Nerv traf.

Visuelle Übersetzerin vor didacta-Raumplan

Der Besuch auf der Learntec hat übrigens dazu geführt, dass ich beschlossen habe, e-learning-Design NICHT primär anzubieten. Ich habe durch denie Präsenz auf der Messe gemerkt, dass mir andere Themen (z. B. Inklusion und Leichte Sprache) wichtiger sind. Solche Negativ-Entscheidungen sind für mich mindestens genauso lehrreich wie die positiven.

Die konkreteste Auswirkung meines neuen Selbstbewusstseins zeigte sich in meinem Umgang mit Geld und Zeit. Nach einem Fast-Burnout im Juni erhöhte ich meine Preise und begann Aufträge abzugeben. In dieser Zeit schrieb ich auch mein bisher höchstes Angebot von 30000 €! Auch wenn der Auftrag leider nicht zustande kam, so hat mich die Angebotserstellung doch in meinem Wunsch nach einer korrekten Bezahlung bestärkt.

Gezielter netzwerken

Klasse statt Masse

Anstatt auf viele verschiedene Netzwerktreffen zu gehen, wurde ich 2017 wählerischer. Von da an ging ich nur noch auf Treffen, wo mindesten einer der folgenden Punkte zutraf:

  • sympathische Leute
  • Leute, die ähnlich ticken wie ich
  • interessantes Thema, das mich weiterbringt
  • Möglichkeit zur gegenseitigen Unterstützung
  • passende Branche
  • angenehme Netzwerkatmosphäre.

Außerdem treffe ich mich immer wieder gern mit einzelnen Leuten aus der Region und tausche mich mit ihnen aus.

Zu den für mich wichtigsten Netzwerkveranstaltungen 2017 gehörten: Stammtisch verständliche Kommunikation in Berlin, didacta, Tagung über Leichte Sprache in Mannheim, Buchmesse Leipzig, Unternehmerstammtisch Leipziger Westen, EU-Viz-Meetup.

Und im Digitalen: die xing-Gruppe „Leichte Sprache“.

Aktiv statt passiv

Wenn es noch kein Treffen zu meinem Thema gibt, wieso nicht selber eins organisieren? Ich trat also raus aus dem rein passiven Konsum von Netzwerkveranstaltungen und nahm selber die Zügel in die Hand. Mit Marion Kellner-Lewandowsky und Marko Hamel von Visual Selling startete ich die Vizthink-Meetups in Leipzig und Halle. Diese gehören zu einer deutschlandweiten Meetup-Serie, die visuelle Denker zusammenbringt. Es wird gemeinsam Visualisierung geübt, erprobt und diskutiert. Und es macht sehr viel Spaß!

Vizthink-Meetup-Leipzig-Halle: Leute visualisieren zusammen und sehen happy aus.

Ein andere Engagement hatte ich auf dem Agile-Meetup Leipzig, wo ich neben dem Agilen Coach Peter Lorenz und Christiane Stein einen Mini-Visualisierungsworkshop gab. Auch dies gab mir die Möglichkeit, mein Können zu präsentieren und mit den Leuten zu netzwerken, die wirklich Interesse am Thema haben.

Freude gefeiert!

Mein Jahr 2017 war also ziemlich erfolgreich. Meine Freude darüber habe ich mit lieben Menschen befeiert. Denn einfach Entspannen und glücklich Sein gehört auch dazu. :-)

Geburtstag und Erfolge feiernd in der Gartenlounge

Ich und Carina Flores (Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen) feiern gemeinsam unsere Geburtstage UND unsere Erfolge

Ausblick

Für 2018 habe ich folgende Pläne:

  • Ich möchte Bilder für Leichte-Sprache-Texte testen mit verschiedenen Zielgruppen, um zu verstehen, wie Bilder diesen nützlich sein können.
  • Eine neue Dienstleitung kündigt sich an in Zusammenarbeit mit Anja Lützen. Es wird um Visualisierung und Leichte-Sprache-Übersetzungen gehen. Mehr erfahrt Ihr nach unserer Testphase im Frühling 2018.
  • Mit meinem neuen iPad werde ich bestimmt noch viel erforschen. Die digitale Zeichnung wird sich auf jeden Fall auf meinen Stil auswirken, wobei ich das analoge Zeichnen aber nie und nimmer sein lassen werde.
  • Ich werde mit Bettina Bock und Georg von Nessler einen Stammtisch zu „barrierefreier Kommunikation“ in Leipzig ins Leben rufen (der erste war am 19. Januar 2018).
  • Ich werde für Schulbücher illustrieren.
  • Ich werde Sketchnotes-Workshops anbieten. Ein Workshop über barrierefreie Bilder ist auch geplant. Da ich aber vorerst noch Bilder testen möchte, weiß ich nicht, ob ich dieses Jahr noch dazu komme.
  • Ich werde mich ehrenamtlich im sozialen Bereich engagieren.

Den ersten Teil meiner Review noch nicht gelesen? Hier liest Du etwas über meine Lieblings-Infodesignprojekte 2017.

 

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